«Milchgenuss mit Respekt»
Eine Milch - ein Herzensprojekt

Milch trinken mit gutem Gewissen, weil uns das Tierwohl am Herzen liegt! Mit dem Pionierprojekt «Milchgenuss mit Respekt» können die Bauernfamilien naturnah und schonend Landwirtschaft betreiben, Kühe artgerecht halten und eine Milch produzieren, bei welcher der Respekt vor Tier und Milch an oberster Stelle steht.

Unter welchen Bedingungen diese Milch , die es nur im Schweizer Biofachhandel zu kaufen gibt, produziert wird und warum das dazu führt, dass unsere Kuh Lotti und ihr Kalb Louise ein glücklicheres Leben haben, erfährst du hier und im Erklärvideo.

«Nach der Geburt darf mein Kälbli an meinem Euter saugen und ist seine ganze Kindheit (5 Monate) mit mir auf dem gleichen Hof. Dabei ist es egal, ob mein Kalb männlich oder weiblich ist. In dieser Zeit wird das Immunsystem meines Kälblis aufgebaut und es bleibt gesund. Ich als Mutter kann mich um mein Junges kümmern, sehe es aufwachsen und weiss, dass es ihm gut geht. Natürlich hat das Auswirkungen auf den Milchpreis, aber ich garantiere dir, es lohnt sich, denn diese Milch kannst du mit gutem Gewissen trinken!» 
 - Kuh Lotti vom Demeter-Hof Oberholz in Rubigen (BE) -

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Milchverpackung "Milchgenuss mit Respekt"

 

 

Milch trinken mit gutem Gewissen

Mutter und Kalb können die ersten zehn Tage nach der Geburt zusammen verbringen. Das Kalb folgt seinem Instinkt und trinkt bei der Mutter am Euter. Dadurch wird die Bindung zwischen den beiden gestärkt. Da man die Kühe trotzdem für die Milchproduktion braucht, werden die Kälber nach mindestens zehn Tagen bei der leiblichen Mutter, einer Amme angehängt. Diese kann das Kalb ebenso gut versorgen. Das Muttertier muss nach dieser Zeit wieder gemolken werden, damit sie nicht beginnt, die Milch im Melkstand/beim Melken durch den Bauern für das Kalb zurückzuhalten. Das Kalb verbringt jedoch seine ganze Kindheit auf dem gleichen Hof wie die Mutter, so können diese sich auch nach dem Euterwechsel nahe sein.

 

Auch die männlichen Kälber dürfen auf dem Hof bleiben
Die männlichen Kälber, die für die Milchproduktion nicht weiter genutzt werden können, dürfen fünf Monate auf dem Geburtshof verbringen. In dieser Zeit kann das Immunsystem gut aufgebaut werden. Die Tiere können danach auf einem Biohof für die Fleischproduktion gemästet werden. So übernehmen die Bauernfamilien Verantwortung für alle Kälber, die auf ihren Biomilchbetrieben geboren werden und nicht nur für die weiblichen. Diese natürliche und artgerechte Tierhaltung ist den Bauern, Biomilk AG und Bio Partner Schweiz AG eine Herzensangelegenheit. Die Tiere werden möglichst naturnahe gehalten und die Bauern pflegen einen respektvollen Umgang mit ihnen.

 

 

Weshalb ein höherer Preis?

Durch das Saugen am Euter der Mutter trinkt das Kalb deutlich mehr Milch, als wenn es mit einem Eimer aufgezogen wird. Zudem verbringt jedes Kalb seine gesamte Kindheit auf dem gleichen Hof wie die Mutter. Die Kälber müssen länger gepflegt und betreut werden. Das verursacht Mehrkosten von 16 Rappen pro Liter Milch, die bei den Bauernfamilien anfallen und über den höheren Milchpreis abgedeckt werden. Weitere Margen werden nicht erhoben. Bio Partner Schweiz AG und Biomilk AG sind überzeugt, dass das Glück von Kuh und Kalb so wie die artgerechte Haltung dieser Tiere den höheren Preis rechtfertigen und von den Konsumentinnen und Konsumenten übernommen werden. So kannst du diese Milch mit gutem Gewissen geniessen, denn sie wurde mit Respekt vor dem Tierwohl hergestellt.

Milchpreis Zusammensetzung

 

 

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Weitere Facts in Kürze

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100 % Euteraufzucht

Milchegnuss mit Respekt

Bindung zwischen Mutter und Kalb

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Erlernen des sozialen Miteinanders

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Auch männliche Kälber werden aufgezogen

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Antibiotikum

100 % Euteraufzucht

  • Das Kalb darf die gesamte Kindheit am Euter saugen
  • Keine Eimer- oder Automatenaufzucht
  • Die ersten zehn Tage bleibt das Kalb bei der leiblichen Mutter, danach bei einer Ammenkuh
  • Die Ammenkuh kann das Kalb genauso gut versorgen wie die leibliche Mutter
  • Je nach Milchmenge kann eine Amme zwei bis drei Kälber säugen

Bindung zwischen Mutter und Kalb

  • Kalb hat stets sozialen Kontakt zur Mutter und anderen Tieren der Herde
  • Beschützerinstinkt der Mutter kann ausgelebt werden
  • Mutter schleckt Kalb und regt durch die massierende Zungenbewegung den Blutkreislauf an 
  • Kalb kann natürlichen Saugreflex am Euter ausleben
  • Auch wenn das Kalb nach 10 Tagen von einer Ammenkuh genährt wird, bleibt es mind. fünf Monate auf dem Geburtshof und kann der leiblichen Mutter so stets nahe sein und diese sehen, riechen, schlecken und beschnuppern

Erlernen des sozialen Miteinanders

  • Kühe leben im Herdenverbund mit klaren sozialen Strukturen und Hierarchien (Leitkuh usw.)
  • Kälber haben stets sozialen Kontakt zu den anderen Tieren
  • Sie wachsen im Herdenverbund auf und lernen das soziale Miteinander von älteren Tieren
  • Später haben diese Kälber weniger Probleme sich in neue Herden einzufügen

Auch männliche Kälber werden aufgezogen

  • Alle Kälber, ob männlich oder weiblich dürfen ihre gesamte Kindheit auf dem Geburtshof verbringen
  • Bauernfamilien übernehmen so Verantwortung auch für die männlichen Kälber, die später nicht für die Milchproduktion genutzt werden können
  • Nach fünf Monaten gehen die Kälber auf einen Demeter-Mastbetrieb, denn dann brauchen sie keine Milch mehr, sondern ernähren sich von Gras und Heu
  • Haben die Kälber nach ca. zwei Jahren das richtige Körpergewicht, gehen sie in die Biofleischproduktion und schliessen den Kreislauf

Antibiotikum

  • Durch die Muttermilch der ersten Tage nach der Geburt (genannt Kolostrum) und die natürliche Milchaufnahme über das Euter kann das Kalb ein intaktes Immunsystem aufbauen
  • Kalb wird so resistent vor allerlei Krankheiten
  • Durch den Verbleib auf dem Geburtshof für fünf Monate kommt das Kalb nicht verfrüht mit fremden Krankheitserregern von anderen Höfen in Kontakt
  • Antibiotika sind bei der Demeter-Zertifizierung nicht verboten, jedoch stark reglementiert
  • Antibiotika darf nur dann eingesetzt werden, wenn das Leben des Tieres akut bedroht ist

 

 

 

Die Gesichter hinter dem Projekt

Die «Milchgenuss mit Respekt»-Milch wird zur Zeit von vier Bauernfamilien aus dem Kanton Bern produziert. Du möchtest wissen, wer diese Bauern sind und mehr über ihre individuellen Produktionsweisen erfahren, dann klicke auf das Bild, folge dem Link und entdecke auch ihre wunderschönen Höfe und Kühe. Viel Spass!

«Milch produziert auch Fleisch, zumal auch die Karriere einer Milchkuh irgendwann ihr Ende findet, eine Verwertung in Form von Frischfleisch und Wurstwaren schliesst somit den Kreislauf. Dieses Bewusstsein wünschen wir uns von den Konsumenten, denn dann kann jeder Mensch selbst entscheiden, welche Form von Landwirtschaft er durch seinen Einkauf fördern möchte.»
- «Milchgenuss mit Respekt»-Bauer Benjamin Panter vom Niedermuhlern BE -